Jedes Jahr steigt der Meeresspiegel um rund 3mm, Tendenz stark steigend. Oldenburgs Altstadt liegt meist nur 5 Meter über dem Meeresspiegel, der Schlossgarten nur etwa 3 Meter. In Anbetracht der Lage, dass in Oldenburg selbst wie auch in vielen weiteren Städten in der Region und auf der Welt der Meeresspiegel um 3-5 Meter in den nächsten 50-100 Jahren steigen soll, bleibt die Frage offen, wie mit dieser neuen Situation umgegangen werden kann. In den Medien überschlagen sich Meldungen zu Klimaerwärmung und ihren Folgen und vermitteln zugleich Fehlbarkeit und Machtlosigkeit des/der Einzelnen. Gleichzeitig bedarf es kreativer Energie und Lösungen, um diese neue Situation zu meistern.
Während des
Global Climate Strike 2019 (22. – 27. September) sollen in den Schlosshöfen sowie im gesamten Stadtraum künstlerische Interventionen stattfinden zur Frage „Wie wollen wir leben?“, die in enger Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Franz John und verschiedenen Projektinitiativen, aber auch Oldenburger BürgerInnen und SchülerInnen entstehen sollen. Welche Fragen und Lösungen können mit Hilfe der Kunst entwickelt werden? Franz John selbst wird mit künstlerischen Interventionen in diesen Tagen den zur Zeit noch fiktionalen Meeresspiegel aus einem nur abstrakt sich vorstellbaren Raum in den konkreten Raum der Oldenburger Innenstadt übertragen.
Der für alle offene Blog dient zum Sammeln von Ideen, gegenseitigem Austausch, Fragen stellen oder Appelle setzen.
Fridays For Future in Maputo
Jonas Allgemein
Am 20. September wurde in vielen Ländern der ganzen Welt gegen die aktuelle Klimapolitik gestreikt.
Ich lebe seit etwas mehr als einen Monat in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks. Hier arbeite ich als Freiwilliger in einem Umweltprojekt, welches sich auf Recycling spezialisiert hat und das Wissen weitergibt.
Sehr erfreut war ich darüber, dass auf Facebook auch zum Klimastreik in Maputo aufgerufen wurde. Natürlich habe ich meine Kollegen gefragt ob wir dort zusammen hingehen, doch sie haben alle abgelehnt. Ihnen sind Demonstrationen zu gefährlich, weil bei Streiks es häufig zu Ausschreitungen und Polizeigewalt kommt.